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Die Schülerzeitung des Gymnasiums Römerhof

WM USA: Was sind das für Preise!

Die WM 2026 wird zum teuersten Fußballturnier aller Zeiten: Während Fans weltweit sparen, kämpfen und verzichten, verwandelt
der Weltverband das größte Sportereignis der Erde in ein Luxusprodukt, das sich nur noch jene leisten können, die sonst in
teuren Autos herumfahren oder Privatjets chartern.
Da fragt man sich: Wie viel Verachtung für die eigenen Fans kann ein Verband eigentlich zeigen, bevor der Sport bricht? Schon die Zahlen sind schlimm genug: 2.900 Dollar für ein Gruppenspiel in Miami, 11.000 Dollar für ein Halbfinale in Dallas, bis zu 2,3 Millionen Dollar auf der offiziellen Wiederverkaufsplattform.
Und während die Preise explodieren, verkauft die FIFA das Ganze als „Marktdynamik“ – Nachfrage und Angebot.
Sie nennen es dynamische Preise. In Wahrheit bedeutet das: Sobald mehr Fans einloggen, schnellt der Preis hoch. Sobald ein Land ein Spiel gewinnt, explodiert er. Fans wissen erst beim Einloggen, wie viel sie zahlen müssen.
Und als wäre das nicht genug, betreiben sie nun auch ihre eigene Resale‑Plattform und kassiert 30 Prozent Provision pro Weiterverkauf. Doch wohin geht das Geld nun? In die Jugendförderung? In Infrastruktur? Oder doch eher in die Taschen jener Funktionäre, die seit Jahren durch Korruptionsskandale auffallen? Wir wissen alle, wer da profitiert!
Währenddessen wächst der Widerstand. New York und New Jersey ermitteln wegen möglicher Preismanipulation. Ontario hat den
Weiterverkauf über Originalpreis verboten.
Trotzdem, die Leidtragenden sind die Fans. Menschen, die seit Jahrzehnten reisen, singen, feiern. Menschen, die den Fußball tragen. Menschen, die jetzt ausgeschlossen werden. Besonders hart trifft es jene aus kleineren Nationen wie Schottland, für die eine WM‑Teilnahme ein seltenes Ereignis ist. Wie soll ein schottischer Arbeiter, eine ghanaische Familie oder ein bolivianischer Student diese Preise bezahlen? Die Antwort ist einfach: gar nicht.
Die WM 2026 ist ein Wendepunkt. Vielleicht sogar ein Bruch. Sie zeigt, wie weit der Fußball bereit ist zu gehen, um Profit zu
maximieren – und wie wenig Rücksicht er dabei auf seine eigene Basis nimmt.

Anmol, Q2