Das erste Ho Ho Ho

Das erste Ho Ho Ho

Gewinnergeschichte des Wettbewerbes im Advent 2020

In einem kleinen Dorf im Norden Amerikas lebte ein kleiner Junge namens Nick Weihn. Er hatte einen großen Traum, er wollte unbedingt etwas Einzigartiges in seinem Leben erreichen und berühmt werden. Im ganzen Dorf war er bekannt, weil er immer sein „Ho Ho Ho“ erklingen ließ, wenn er durch die Straßen zog. Als Nick 14 Jahre alt wurde, wollte er eine außergewöhnliche Reise machen, um in der ganzen Welt berühmt zu werden. Er überlegte Tag und Nacht, wohin er reisen sollte, bis er auf die Idee kam, den ganzen Nordpol zu entdecken. Er besorgte sich ein Schiff, um von Amerika an den Nordpol zu reisen. An Deck wurde Nick aber übel, so musste er die ganze Überfahrt in einer Kajüte ohne Fenster bleiben. Es dauerte sechs Tage, bis Nick am Nordpol ankam. Er hatte nicht gemerkt, wie die Zeit verging, da er ja unter Deck nie den Sonnenauf- oder Sonnenuntergang sehen konnte.

Um sich vor der Kälte am Nordpol zu schützen, trug Nick eine rote Wollmütze und einen roten Fellmantel. Er lief sehr lange, bis er plötzlich eine riesige Fabrik entdeckte. Sie war so groß und überall leuchteten bunte Lichter und überall glitzerten bunte Sterne an den Fenstern. Er war so neugierig, dass er sofort nach einem Eingang suchte – und hineinging. Als er die Fabrik betrat, guckten ihn plötzlich viele kleine Wesen mit langen Ohren und grüner Kleidung neugierig an. Da kam ein etwas größeres Wesen auf ihn zu und sagte: „Hallo, ich bin der Chef aller Wichtel, wer bist du?“ Nick antwortete: „Ich bin Nick Weihn.“ Der Chef-Wichtel war überglücklich und rief: „Nick, du bist der Weihnachtsmann!“ Nick fragte: „Was ist ein Weihnachtsmann?“  Der Wichtel erwiderte: „Einen Weihnachtsmann gab es bisher noch nicht, da wir bisher keinen geeigneten Bewerber gefunden haben. Er bringt jedem lieben Kind auf der ganzen Welt ein Geschenk, die bösen Kinder bekommen dagegen kein Geschenk.“

Nick wurde in einen Raum voller Akten geführt. Hier im Weihnachtsmannbüro werden alle wichtigen Informationen rund um Weihnachten gesammelt, zum Beispiel, dass Weihnachten am 24.12. gefeiert wird, also in einer Woche! Der Chef-Wichtel brachte zehn Säcke voller Briefe, diese waren alle reich mit Sternen und wunderschönen Kinderbildern verziert. Er sagte: „Diese Briefe musst du alle lesen und an Heiligabend alle Wünsche erfüllen, indem du die Geschenke an die richtigen Kinder verteilst. Kannst du dir vorstellen, diese große Aufgabe zu schaffen?“ Da erinnerte sich Nick an seinen Traum, berühmt zu werden, und antwortete ganz selbstsicher: „Ja, das werde ich!“

Nick brauchte die ganze Nacht, um alle Briefe durchzulesen und die Wünsche der Kinder aufzuschreiben. Am Morgen ging die Tür des Büros auf und ein besonders großer, sehr freundlich aussehender Wichtel brachte ein großes Tablett mit leckeren Plätzchen und einem großen Becher warmer Milch in das Weihnachtsbüro. Der Wichtel sah, wie viel Mühe sich Nick in der Nacht gemacht hatte, und sagte ihm, er solle sich nach dem Frühstück erst einmal ausruhen, da ja noch einige große Aufgaben auf ihn warten würden. Das tat Nick dann auch und er war so müde, dass er einschlief.

Ale er aufwachte, sah er auf den Kalender: Es war bereits der 22.12. und es war noch so viel zu tun! Dann schaute er sich um und entdeckte, dass die Wichtel bereits alle Wunschzettel abgearbeitet hatten und in der Ecke neben dem Kamin Hunderte eingepackte Weihnachtsgeschenke lagen. Nick rannte in die Wichtelwerkstatt und wollte dem großen Wichtel berichten, dass alle Arbeiten erledigt seien, doch der stoppte ihn: „Halt, du musst doch noch lernen, den Schlitten zu fahren!“ Nick wunderte sich: „Was für ein Schlitten?“ Sie gingen vor die Fabrik, dort sah Nick einen wunderschönen goldenen Schlitten mit Rentieren davor im Schnee stehen. Sofort rannte er los und bewunderte den Schlitten von allen Seiten. Er wollte sofort losfahren, da hielt ihn der große Wichtel zurück und gab ihm einen Anschnallgurt. „Was soll ich denn damit?“, wunderte sich Nick. „Das wirst du noch sehen!“, antwortete der Wichtel lachend.

Neugierig stieg er ein, schnallte sich an und sofort stieg der gesamte Schlitten mit allen Rentieren in die Luft. Da er noch nicht wusste, wie er den Schlitten lenken sollte, endete sein Flug leider sehr schnell und er landete sehr unsanft in einem großen Haufen Stroh. Als er sich umschaute, sah er ein kleines, neugeborenes Rentier. Es fiel ihm sofort auf, da es eine wunderschön leuchtende rote Nase hatte. In diesem Moment kam auch schon der große Wichtel angelaufen und bemerkte, wie glücklich Nick das kleine Rentier anschaute. „Soll es mit in dein Schlittenteam kommen?“, fragte der Wichtel. Nick musste natürlich nicht überlegen und gab dem kleinen Rentier sofort den Platz an der Spitze seines Schlittens, damit es ihnen mit seiner roten Nase leuchten konnte. Er stieg wieder in den Schlitten, schnallte sich an und stieg sanft auf in die Luft, er flog über Berge und Flüsse, es war das schönste Erlebnis der Welt. Als er wieder landete, lobten ihn die Wichtel: „Bravo, du bist jetzt bereit für den 24.12!“

Die Zeit verging wie im Flug und am 24.12. brachte Nick die vielen Geschenke zum Schlitten, er verabschiedete sich von den Wichteln und fuhr los in das große Weihnachtsabenteuer. Das erste Haus, das er betrat, war rot. Er quetschte sich durch den Kamin und ging zum Weihnachtsbaum, dann legte er die Geschenke unter den Baum. Plötzlich rannte ein Hund bellend in das Zimmer, die Familie wurde wach und kam in das Wohnzimmer. Nick sprang sofort zurück in den Kamin und verschwand durch den Schornstein. Die Familie sah nichts außer dem Tannenbaum mit den Geschenken und alle wunderten sich, wer so lieb an sie gedacht hat. Da rief der kleine Sohn der Familie: „Heute ist doch Weihnachten, dann war bestimmt der Weihnachtsmann da und hat uns etwas mitgebracht.“

Und da wurde klar, dass der Weihnachtsmann zum ersten Mal zu allen Kindern auf der Welt gereist ist.                                                           von Younes und Filip G. (5c)

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